Seit über 9 Jahren übernimmt Berner & Mattner für die Daimler AG die Absicherung der E/E-Umfänge für den Innenraum, die Fahrdynamik und den Antriebsstrang. Mit unserer langjährigen Testerfahrung und tiefen Systemkenntnis wurde - in Zusammenarbeit mit der Daimler AG - ein neues Betreibermodell für die HiL-Integrations- und Komponenten-Testsysteme entwickelt. Das neue Modell hat sich bewährt: Seit Anfang 2009 ist es sehr erfolgreich im Einsatz.
Umdenken erwünscht
Die treibende Kraft hinter der Einführung neuer HiL-Betriebsmodelle war der Wunsch, die Kosten für den Testbetrieb zu optimieren. Zudem sollte die – durch die Release-Taktung bedingte – schwankende Auslastung der Testmannschaft einer Baureihe kompensiert werden. Das neue Betreibermodell wurde daher speziell auf diese Anforderungen zugeschnitten.
Umsetzung
Als eine der ersten Maßnahmen wurde die Zusammensetzung der Testmannschaften optimiert. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden – zusätzlich zur vorhandenen Qualifikation –
zu Funktionsspezialisten mit entsprechenden Vertretern ausgebildet. Dies reduziert den Abstimmungsaufwand wesentlich, und Ressourcenengpässe lassen sich leichter auffangen.
Im Anschluß wurden die Aufgaben kategorisiert, diesen Skill-Levels zugeordnet und ihre Umfänge quantifiziert. Die dadurch entstandenen, klaren Qualifikationsprofile ermöglichen so einen effizienteren Einsatz der Testmannschaft. Ferner wurden in einem Kommunikationsmodell neue Kommunikationswege, Schnittstellen und Rollen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter definiert und damit die Abstimmungsprozesse in den Projekten optimiert.
Der optionale Einsatz des Testteams von Berner & Mattner in Form eines „Nearshoring“-Konzepts ermöglicht darüber hinaus eine deutlicheSteigerung der Flexibilität und eine wesentliche Verbesserung der Auslastungskoordination.
Ergebnis
Die Einführung des neuen HiL-Betreibermodells hat gezeigt, dass durch die klare Strukturierung der Schnittstellen und Kommunikationswege sowie der höheren Transparenz der Aktivitäten und Ergebnisse eine hohe Testqualität und Kundenzufriedenheit erreicht werden. Darüber hinaus ergeben sich Kostenvorteile in Höhe von zehn bis zwanzig Prozent im Vergleich zu klassischen Modellen. Ferner hat sich herausgestellt, dass die Einführung einer funktionalen Struktur der Testmannschaft und einer gut durchdachten Rollendefinition in vielerlei Hinsicht zum Erfolg führt. Nach Erreichen einer kritischen Masse von 10-13 übergreifend arbeitenden Teammitgliedern ist – in dem von Berner & Mattner entwickelten Betreibermodell – ein effizientes, qualitativ hochwertiges und kostengünstiges Testen möglich.

