Das Thema Elektromobilität ist in aller Munde – der flächendeckende Einsatz von Elektrofahrzeugen steht allerdings erst am Anfang. Fest steht: Die Ladeinfrastruktur bildet einen ausschlaggebenden Baustein für den kommerziellen Erfolg des Elektroantriebs. Entscheidend für die breite Akzeptanz sind dabei eine intuitive Bedienbarkeit der Ladesäulen sowie die Einbettung der Ladeinfrastruktur in ein ganzheitliches Konzept, welches dem Anwender einen echten Mehrwert, z. B. beim Parken, bietet.
Aufgabenstellung
Ausgehend von der Anforderungsanalyse werden die Schnittstellen zwischen Ladeinfrastruktur und externen Systemen definiert. Der modellbasierte Ansatz von Berner & Mattner bietet hier den Vorteil, mit Hilfe von bereits lauffähigen Modellen die Abläufe sehr früh während der Entwicklung gemeinsam mit den Kunden zu verifizieren. Diese Modelle erleichtern auch den wichtigen übergreifenden Austausch mit der Fahrzeugseite.
Intuitive Bedienung der Ladesysteme
Bei der Entwicklung von Software für die Ladeinfrastruktur sind zwei Faktoren ausschlaggebend:
Zentralsoftware: Frühe Lasttests sind entscheidend
Die Herausforderungen bei der Entwicklung der Zentralsoftware sind anders gelagert: Die Basis bildet eine erweiterbare und auf moderne internetbasierte Technologien ausgerichtete Software-Architektur, die ein dynamisches Anbinden von Adaptern zu externen Systemen ohne Beeinträchtigung des laufenden Gesamtsystems unterstützt.
Der Aufbau von automatisierten Testumgebungen durch Simulation der Hardware (SiL - Software in the Loop) ermöglicht die parallele Entwicklung von Soft- und Hardware sowie die frühe Durchführung von Lasttests zum Nachweis, dass die Zentrale die zukünftig erwartete Anzahl von Ladebewegungen auch bewältigen wird.
Moderne Berner & Mattner- Technologie
Berner & Mattner setzt auf moderne und bewährte Technologien zur Entwicklung von Bedienoberflächen wie zum Beispiel WPF und XAML und erreicht damit klar definierte Schnittstellen zwischen Design und Funktionalität. Von externen Designfirmen erstellte Oberflächen werden direkt – praktisch in Echtzeit – in die Produktivsoftware übernommen. Für die Entwicklung und Tests werden zuverlässige Continuous Integration Plattformen mit automatisierten Modul-, Integrations- und Systemtests eingesetzt (z. B. VMWare, Jenkins, nUnit). Nicht nur Testfälle innerhalb der Businesslogik werden abgedeckt, sondern auch automatisierte GUI-Tests. Grundlage dafür ist die Berücksichtigung der Testbarkeit schon bei der Erstellung der Software-Architektur (Design for Testability) und das strikte Einhalten von Designpatterns wie MVVM (Model-View-View-Model).

