Berner & Mattner erforscht evolutionäres Testen

Darwin für Softwaretester: gemeinsames Projekt mit University College London

München, 29. Juni 2011 – Das Beratungs- und Softwareentwicklungsunternehmen Berner & Mattner und das Centre for Research on Evolution, Search and Testing (CREST) des University College London (UCL) entwickeln gemeinsam Methoden zur evolutionären Erzeugung von Testszenarien für die Automobilindustrie.

Die durch Embedded Systems gesteuerten und geregelten Vorgänge in einem Kraftfahrzeug benötigen immer mehr Software, die dann im Dienste der Sicherheit und Zuverlässigkeit der Systeme gründlich getestet werden muss. Bei einem modernen Fahrzeug sind das nicht selten mehr als zehn Millionen Zeilen Softwarecode. Die Problematik besteht darin, aussagekräftige Tests zu definieren, um bereits in der Phase der Softwaretests möglichst viele potenzielle Fehlerquellen auszuschließen. Die Berner & Mattner Systemtechnik war bereits an der Grundlagenforschung im europäischen EvoTest-Projekt beteiligt und arbeitet nun mit UCL CREST daran, die Technologie für die industrielle Anwendung weiterzuentwickeln. Ein vorrangiges Ziel des evolutionären Testens ist es, die anspruchsvollsten Testszenarien automatisch zu selektieren.

Professor Mark Harman, Direktor des UCL CREST, erläutert: „Mit Darwins Evolutionstheorie können wir außergewöhnlich anspruchsvolle Testfälle erzeugen. Wir erstellen eine virtuelle Welt, in der Fahrzeugtestszenarien miteinander konkurrieren müssen. In dieser Welt der Testszenarien muss ein Testfall anspruchsvoll sein, um zu überleben. Das Überleben der Besten hat zur Folge, dass besonders interessante Testfälle für das Testen von Automobilsoftware erzeugt werden.“

Dr. Joachim Wegener von Berner & Mattner erklärt die wirtschaftliche Bedeutung des Projekts, das vom Engineering and Physical Sciences Research Council (EPSRC) in Großbritannien gefördert wird: „Testen ist eine der teuersten Entwicklungsaktivitäten innerhalb der Entwicklung von Embedded Systems. Auf Suche basierende Testtechniken besitzen das Potential, das Testen von Embedded Systems vollständig zu automatisieren. Dies würde wesentliche Kosteneinsparungen und erhöhte Produktqualität ermöglichen. Unsere Kooperation mit UCL zielt auf die Weiterentwicklung dieser Technologien für eine reguläre Anwendung in der industriellen Praxis.“

Bild Evolutionäres Testen

About UCL

Founded in 1826, UCL was the first English university established after Oxford and Cambridge, the first to admit students regardless of race, class, religion or gender, and the first to provide systematic teaching of law, architecture and medicine. UCL is among the world's top universities, as reflected by performance in a range of international rankings and tables. Alumni include Marie Stopes, Jonathan Dimbleby, Lord Woolf, Alexander Graham Bell, and members of the band Coldplay. UCL currently has over 13,000 undergraduate and 9,000 postgraduate students. Its annual income is over £700 million.
www.ucl.ac.uk

About the UCL Centre for Research on Evolution, Search and Testing (CREST

The CREST centre at UCL builds on the three foundations of Program Dependence, Information Theory and Optimisation Algorithms. On these three foundations we develop ways to analyse, understand and improve software, with applications throughout the spectrum of software development activities. We are widely known for our work on Empirical Software Engineering, Evolutionary Computation, Code Provenance, Quantified Information Flow, Security, Software Testing, Program Slicing and Search Based Software Engineering. Like other centres at UCL, the CREST Centre is truly multidisciplinary; we apply our algorithms and methods to the analysis and improvement of Digital Humanities and the Arts from which our work of Software Engineering also draws inspiration.
http://crest.cs.ucl.ac.uk/about/

 
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